Donnerstag, 18. Oktober 2012

Wär ich doch blos schon nach Schweden ausgewandert

In der Schweiz sieht man die Entwicklung so wie ich. Der Effectenspiegel berichtet:

Die Schweiz rechnet wegen der Euro-Krise in den nächsten Jahren mit blutigen Unruhen in Europa. Da Bern ein Übergreifen auf das eigene Gebiet und große Flüchtlingsströme aus Südeuropa befürchtet, rüsten die Schweizer ihre Streitkräfte auf und sichern die vier Landesteile an den Grenzen ab. „Ich schließe nicht aus, dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen“, so der schweizerische Verteidigungsminister Ueli Maurer gegenüber der Schweizer Presse. Mit dem Manöver „Stabilo Due“ proben die militärischen Führungskräfte bereits den Ernstfall.


Quelle: http://www.effecten-spiegel.de/


Dienstag, 2. Oktober 2012

Der neuste Trend: Sport-Greise

Opa mit Krückstock und Hut war vorgestern und der Rollator ist von gestern. Der Greis von heute ist getarnt mit schicken Sportklamotten, Base-Cap und Nordic-Walking-Stöcken. Von hinten ist kaum zu erkennen, daß in diesem Outfit ein kleines, buckliges Männlein der Altersklasse 90+ steckt. Erst wenn er losläuft, merkt man, daß er die Stöcke wegen Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht braucht. Jedenfalls sind mir schon mehrere dieser sportlichen Greise über den Weg gelaufen.

Dienstag, 7. August 2012

Lacht euch gesund!

Kürzlich habe ich etwas über Lachyoga im Radio gehört. Danach soll selbst künstlich angefangenes Lachen heilsam sein. Und wenn man mal nach Lachtherapie googelt findet man auch so allerhand.

Als ich noch ein kleiner Bub war, lag mal meine Oma über einen Monat krank im Bett. Eines Abends hab ich ihr einen doofen kleinen Witz erzählt:

Ein Wurstverkäufer ruft auf der Strasse: "Heisse Würste, heisse Würste". Kommt ein Mann vorbei und hebt den Hut zum Gruss: "Angenehm, heisse Müller!"

Meine Oma hat einen fast hysterischen Lachanfall bekommen. Den ganzen abend hörten wir immer wieder Gelächter aus ihrem Zimmer. Am nächsten morgen ist sie wieder aufgestanden und war gesund.

Ja und wenn ich diesen beiden Lachnummern zuhören, gehts mir auch automatisch besser:



In diesem Sinne: Lacht euch gesund!

Sonntag, 8. Juli 2012

Es ist so traurig: Sie wissen auch nicht, was sie sagen

Ja, schon wieder geht es um den Euro. Diesmal habe ich auf den Seiten der Grünen Folgendes entdeckt [1]:

"Der Euro ist stabil. Wenn die Bundesregierung von einer Eurokrise spricht, führt sie die Öffentlichkeit damit in die Irre."

Etwas weiter lese ich Lobeshymnen über die grüne Handschrift bei der Euro-Rettung [2]. Wieso muss man den Euro retten, wenn er nicht in der Krise ist? Die Konstruktionsfehler des Euro, die zu seiner Krise führten, werden seit 2009 öffentlich breit diskutiert. Die Grünen haben in ihrem Paralleluniversum davon offensichtlich nichts mitbekommen. Es ist für mich Anlaß zu höchster Sorge, wenn solche Turbo-Schwafler, die offensichtlich kaum 10 Sätze sagen können, ohne sich zu widersprechen, politische Verantwortung für Europa tragen, während es seine schlimmste Krise seit dem 2. Weltkrieg durchlebt.

Wenn Europa scheitert, dann tragen die Grünen schon heute eine erhebliche Mitschuld an dem Desaster. Zum einen, weil sie sich dafür stark gemacht haben, Griechenland in den Euro aufzunehmen und so mithalfen, Griechenland ins Unglück zu stürzen. Zum anderen, weil sie durch ihre tumbe Dampfrhetorik die politische Krise verstärken, anstatt konstruktiv zu Lösungen beizutragen.


[1] http://www.gruene-bundestag.de/themen/euro/krise-im-euro-land.html

[2] http://www.gruene-bundestag.de/themen/euro/die-gruene-handschrift-bei-der-eurorettung.html

Sonntag, 1. Juli 2012

...denn sie wissen nicht, was sie tun

Daß der Euro ohne politische Union ein gemeingefährliches Konstrukt ist, bezweifelt mittlerweile keine ernstzunehmende Person mehr. Griechenland wurde durch den Euro in die Katastrophe gestürzt, Spanien und Italien stehen am Rande des Abgrundes. Da man den Schöpfern des Euro nicht böse Absicht unterstellen sollte, muss man zu deren Entlastung sagen, daß sie nicht wussten, was sie taten.

Jetzt betreibt die politische Klasse Europas hektische Flickschustereien im Billionen-Maßstab. Dabei ändern sich die Bedingungen in immer rascherer Folge. Wer glaubt eigentlich, daß die Politiker jetzt wissen was sie tun? Und weshalb sollen diese Flickschustereien erfolgreicher sein als der Euro? Und wieso wird sich überhaupt jemand morgen an das heute Beschlossene halten, wenn noch immer eine No-Bailout-Klausel in den europäischen Verträgen steht und zugleich Banken rekapitalisiert werden?

Für mich zeichnet sich am Horizont eine paneuropäische Bailout-Plutokratie ab. Auf der Grundlage der aktuellen europäischen Finanz- und Vertrags-Anarchie werden stinkreiche italienische und spanische Eliten  es vermeiden Steuern zu zahlen und mit dem vom Norden abgepressten Geld ihre maroden Banken und Staaten sanieren. Es ist ein absurder Witz der europäischen Wirtschaftsgeschichte, daß der überschuldete spanische Baukonzern ACS, ein Mitverursacher der spanischen Immobilienkrise, mit von maroden spanischen Banken geliehenem Geld den gesunden deutschen Baukonzern HochTief übernommen hat. Als Dank dafür darf der kleine europäische Steuerzahler die spanischen Banken rekapitalisieren.

Sigmar Gabriel hat Recht: Europa ist ist ein chaotisches Konstrukt, wo Reiche immer mehr Geld absahnen können. Europa muss neu gegründet werden als ein transparentes Europa der Rechtssicherheit für alle Bürger.

Dienstag, 12. Juni 2012

Berlin-Friedenau

In Berlin hab ich mal ein bischen die Gegend fotografiert, in der ich wohne. Ich muss da aber noch mal durchgehen, denn irgenwie habe ich da nicht alles fotografiert, was ich wollte und manches ist auch nichts geworden




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Mittwoch, 16. Mai 2012

Himmelfahrts-Kommandos für Bankangestellte

Gestern haben wir im Kollegenkreis über mögliche Maßnahmen der Banken angesichts der bevorstehenden Aktionen von Blockupy gewitzelt. Dieses Brainstorming ergab lustige Resultate, die ich hier festhalten möchte.

So eine grosse Masse an Nichtkunden der Frankfurter Grossbanken (die Blockupy-Bewegung) auf einem Haufen ist doch eigentlich eine gute Zielgruppe für Werbemassnahmen. Man müsste sich in der jeweiligen Bankfarbe als lustiges Eichhörnchen verkleidet unter die Demonstranten mischen und Prospekte verteilen. Ein mobiler Infotisch (z.B. Bauchladen) dient zur Schreibunterlage bei Vertragsabschlüssen. Daß die Demonstranten Bedarf haben, ist klar. Man braucht nur zündende Einstiege zur Kundenansprache.

Etwa diesen: "Hallo, junger Mann, sie wollen Demonstrieren gehen? Haben sie denn schon eine Haftpflicht-Versicherung?" Oder den: "Ja junger Mann, was machen sie denn, wenn sie alt und nicht mehr fit genug für diese Aktionen sind. Wir hätten da dieses Riesterer-Renten-Produkt für sie. So können auch Sie und nicht nur die Banken vom Staat Geld abkasssieren!" Passend zur Situation wäre auch: "Wenn sie jetzt sofort diese Rechtsschutz-Versicherung abschliessen, steht in den nächsten Tagen rund um die Uhr ein kostenloser Anwalt von uns für sie bereit."

Da aber schon die Barrikaden zur hermetischen Verriegelung der Bankgebäude angeliefert wurden, haben wir von einer dringenden Eingabe beim Vorstand abgesehen. Und ich persönlich hatte auch keine Lust auf so ein Himmelfahrts-Kommando und bin einen Tag früher in den Urlaub gefahren, weil Blockupy den Frankfurter Hauptbahnhof lahmlegen will. Aber eines möchte ich behaupten: das bunte Eichhörnchen wäre in der Tagesschau gezeigt worden.