Genereller Deutschenhass ist ja auch Rassismus. So mit die krasseste Deutschenfeindlichkeit erlebte ich 1977 in Norwegen. Etwa 50% der Leute haben aufgehört mit uns zu reden, als sie erfahren haben, daß wir Deutsche sind. Und die norwegische Death-Metal-Band Taake hat sich das geleistet:
Taake hat nicht nur literweise Bier aufs Publikum gespuckt, sondern ist mit Hakenkreuzen und Hitlergruß aufgetreten. Ein Berliner Professor mit israelischem Paß zeigte mir auch häufig den Hitlergruß, typisches Deutschen-Mobbing eben. Dafür hat Taake vom Veranstalter tüchtig aufs Maul bekommen. Sie mussten die Hakenkreuze entfernen und weiterspielen.
Bei vielen gilt Taake nun als neo-nazistisch und die Antifa hat in Wien ein Konzert von ihnen verhindert. Besser fände ich es, wenn die Antifa mal den Berliner Professor heimsuchen, denn der ist auch sonst ein räudiger Rassist.
Taake hat klargestellt, daß sie niemals nazistisch waren. Der Sänger Hoest meinte sogar, daß er sich selten so bewusst war, kein Nazi zu sein wie in diesem Moment. Logisch: Norweger eben.
Ich bin zur Versöhnlichkeit erzogen worden und werde denen ihre lahmen Faxen nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag nachtragen. Und ich habe diese intelligent gemachte, gigantomanische Mischung aus Krach, Melodiefetzen und Urlauten meiner Musiksammlung hinzugefügt. Es ist ja schon allerhand, was die jungen Leute heute so hören *lach*.
Klick zu Hordalands Doedskvad (Die Totengesänge von Hordaland, Gegend um Bergen) von Taake
Taake gibt sich mit seinem Evil-Design und Hakenkreuz provokativ. Der o.g. Professor wollte mir aber das Prinzip: "Wenn man das Böse tut, lebt man auch ganz gut" ernsthaft schmackhaft machen. Zum Glück bin ich dem Professor nicht auf den Leim gekrochen, denn der und seine Mitstreiter hüpften in den letzten Jahren aus purer Bosheit vom Fettnäpfchen in den Scheißkübel und von dort in die Jauchegrube. Die, die echt evil leben, erwischt es oft ganz saudumm.
Dienstag, 17. Mai 2011
Montag, 2. Mai 2011
So richtig wie im Berufsleben ;)
Letzten Donnerstag kurz vor Feierabend trudelte eine Anfrage einer benachbarten Abteilung ein, ob wir mit unserer Software nicht etwas Testen könnten, was an ihren Berechnungen falsch sei. Also gut, ich bin länger geblieben, habe noch ein bischen rumprogrammiert, ein paar Jobs gestartet, bin am Freitag früher gekommen und habe mich wie ein heldenhafter Retter in der Not gefühlt. Als ich nach Mittag meine Ergebnisse per Mail verschickte, kam postwendend die Antwort, daß man den Fehler schon gefunden hat und sich irgendwo um ein paar Prozent vertüddelt hat
.
Mal sehen, was diese Woche so bringt :-).
Mal sehen, was diese Woche so bringt :-).
Dienstag, 5. April 2011
Funktioniert so Demokratie?
Letztes Wochenende haben die Medien ein Trommelfeuer gegen Guido Westerwelle abgefeuert, während er in Japan weilte und nun ist er tatsächlich zurückgetreten. Regelrecht weggemobbt wurde er. Zwar konnte ich Westerwelle nie leiden, denn mir war der viel zu sinnlos laut in seinen Reden. Aber dieser Umgang der Medien mit Politikern macht mich schon stutzig.
Funktioniert Demokratie wirklich so, daß bestimmte Kreise mit Einfluß auf die Medien so lange einem Politiker den Rücktritt nahelegen, bis er dann tatsächlich zurücktritt? In der Satzung der FDP ist so etwas eigentlich nicht vorgesehen, da werden Vorsitzende auf Parteitagen abgewählt oder wiedergewählt.
Ob die FDP gut beraten ist, sich auf diese Art zu erneuern, bezweifle ich. Denn der Erfolg eines Winfried Kretschmann zeigt, daß Parteien dann beim Wähler punkten, wenn sie Demokratiedefizite (Stuttagart 21) glaubwürdig abbauen wollen. Schließlich sind die Grünen mal genau deswegen als basisdemokratische Partei entstanden. Und die Kür des nächsten FDP-Vorsitzenden Rösler durch die Medien war ja nicht mal demokratisch, geschweige denn basisdemokratisch.
Funktioniert Demokratie wirklich so, daß bestimmte Kreise mit Einfluß auf die Medien so lange einem Politiker den Rücktritt nahelegen, bis er dann tatsächlich zurücktritt? In der Satzung der FDP ist so etwas eigentlich nicht vorgesehen, da werden Vorsitzende auf Parteitagen abgewählt oder wiedergewählt.
Ob die FDP gut beraten ist, sich auf diese Art zu erneuern, bezweifle ich. Denn der Erfolg eines Winfried Kretschmann zeigt, daß Parteien dann beim Wähler punkten, wenn sie Demokratiedefizite (Stuttagart 21) glaubwürdig abbauen wollen. Schließlich sind die Grünen mal genau deswegen als basisdemokratische Partei entstanden. Und die Kür des nächsten FDP-Vorsitzenden Rösler durch die Medien war ja nicht mal demokratisch, geschweige denn basisdemokratisch.
Mittwoch, 23. März 2011
Der Freie Wille
Professor Singer vom Frankfurter MPI für Hirnforschung posaunt es ja schon lange durch die Gegend. Und auch der Scientific American gibt keine Ruhe. Was ist der Grund dieses Aufruhrs? Die Hirnforscher haben etwas nicht gefunden, nämlich den "Freien Willen" oder ein Geschehen im Gehirn, das man landläufig "Freier Wille" nennen würde.
Dazu ist Folgendes zu bemerken:
1. Die Physiker haben auch jahrzehntelang die Neutrinomasse nicht nachweisen können. Anstatt das groß herumzuposaunen, forschen sie lieber fleissig weiter. Hirnforscher faseln aber jetzt schon von Konsequenzen ihrer Forschung für den Strafvollzug, weil sie den "Freien Willen" nicht finden.
2. Muß man zunächst einmal knallhart und präzise definieren, was "Freier Wille" ist, wenn man es wissenschaftlich erforschen will. Ein vernünftiges Konzept wäre wohl ein Prozess im Gehirn, der frühere Erfahrungen evaluiert und vor diesem Hintergrund optimale Entscheidungen trifft. Was soll der freie Wille auch sonst sein?
3. Wird als Beweis gegen die Existenz des "Freien Willens" herangezogen, daß unsere Entscheidungen schon vor unserer eigentlichen Aktion unbewusst im Gehirn gefällt wurden. Ja mei, wenn die Entscheidung nach unserer Aktion gefällt würde, wären wir ziemlich dämliche Wesen, nicht wahr. Denken, Drücken (Sprechtaste), Sprechen gilt beim Fernmeldeverkehr der Bundeswehr. Und nicht erst Drücken oder Sprechen vor dem Denken. Das Gehirn scheint genau so vorzugehen. Und was machen die Hirnforscher? Daß das bei Entscheidungen die Motorik betreffend unbewusst geschehen kann, ist ja auch klar. Die, die erst in lange Grübeleien verfallen sind, bevor sie vor dem Säbelzahntiger davonliefen, sind nämlich ausgestorben.
Also echt, etwas mehr Bescheidenheit und Respekt vor jahrhundertelang erprobten gesellschaftlichen Konventionen wie dem Starfvollzug stünde den Hirnforschern gut an.
Quellen:
http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=how-free-is-your-will
http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=free-will-vs-programmed-brain
Dazu ist Folgendes zu bemerken:
1. Die Physiker haben auch jahrzehntelang die Neutrinomasse nicht nachweisen können. Anstatt das groß herumzuposaunen, forschen sie lieber fleissig weiter. Hirnforscher faseln aber jetzt schon von Konsequenzen ihrer Forschung für den Strafvollzug, weil sie den "Freien Willen" nicht finden.
2. Muß man zunächst einmal knallhart und präzise definieren, was "Freier Wille" ist, wenn man es wissenschaftlich erforschen will. Ein vernünftiges Konzept wäre wohl ein Prozess im Gehirn, der frühere Erfahrungen evaluiert und vor diesem Hintergrund optimale Entscheidungen trifft. Was soll der freie Wille auch sonst sein?
3. Wird als Beweis gegen die Existenz des "Freien Willens" herangezogen, daß unsere Entscheidungen schon vor unserer eigentlichen Aktion unbewusst im Gehirn gefällt wurden. Ja mei, wenn die Entscheidung nach unserer Aktion gefällt würde, wären wir ziemlich dämliche Wesen, nicht wahr. Denken, Drücken (Sprechtaste), Sprechen gilt beim Fernmeldeverkehr der Bundeswehr. Und nicht erst Drücken oder Sprechen vor dem Denken. Das Gehirn scheint genau so vorzugehen. Und was machen die Hirnforscher? Daß das bei Entscheidungen die Motorik betreffend unbewusst geschehen kann, ist ja auch klar. Die, die erst in lange Grübeleien verfallen sind, bevor sie vor dem Säbelzahntiger davonliefen, sind nämlich ausgestorben.
Also echt, etwas mehr Bescheidenheit und Respekt vor jahrhundertelang erprobten gesellschaftlichen Konventionen wie dem Starfvollzug stünde den Hirnforschern gut an.
Quellen:
http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=how-free-is-your-will
http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=free-will-vs-programmed-brain
Montag, 7. März 2011
Wie Kindheitsträume manchmal doch irgendwie wahr werden
Als Kind fuhr ich mal auf einer Fernreise mit meinem Opa im Zug durch Frankfurt. Da las ich "TeleNorma". Mein Opa meinte damals, daß von dort (Telefonbau und Normalzeit) alle Uhren auf Bahnhöfen gesteuert werden. Das sei wichtig wegen der Anschlüsse und für den Abstand der Züge, damit es keinen Unfall gibt. Die würden mit einer Atomuhr ganz präzise den Takt vorgeben, nach dem sich alles bewegt.
Irgendwie stellte ich mir damals so eine "Vereinigung der hohen Priester der Zeit" vor, die in weissen Wissenschaftler-Kitteln um eine Atomuhr herumstanden, nach deren Takt sich alles bewegte. Schnell war der Berufswunsch Lokführer vergessen und mir war klar: Ich will zur Telenorma.
Immer wenn ich durch Frankfurt fuhr und Telenorma las, musste ich an diese Geschichte denken. Jetzt steht das Gebäude nicht mehr beim Hauptbahnhof. Aber ratet mal wo ich derzeit arbeite? Etwa genau da, wo früher die Telenorma-Leuchtschrift stand.
Irgendwie stellte ich mir damals so eine "Vereinigung der hohen Priester der Zeit" vor, die in weissen Wissenschaftler-Kitteln um eine Atomuhr herumstanden, nach deren Takt sich alles bewegte. Schnell war der Berufswunsch Lokführer vergessen und mir war klar: Ich will zur Telenorma.
Immer wenn ich durch Frankfurt fuhr und Telenorma las, musste ich an diese Geschichte denken. Jetzt steht das Gebäude nicht mehr beim Hauptbahnhof. Aber ratet mal wo ich derzeit arbeite? Etwa genau da, wo früher die Telenorma-Leuchtschrift stand.
Montag, 21. Februar 2011
War Einstein für zu Guttenberg ein Vorbild?
Über zu Guttenbergs "Zitierschwäche" wird ja allenthalben berichtet. Eine solche "Zitierschwäche" ist aber auch bei Albert Einstein bekannt. So hat er Konzepte des Mathematikers Poincare zur lokalen Zeit und Synchronisation von Uhren in seiner speziellen Relativitätstheorie verwendet, ohne die in bekannten Journalen gedruckt vorliegenden Arbeiten zu zitieren. Das kam natürlich schnell heraus.
Auch bei der allgemeinen Relativititätsteorie bezichtigte der berühmte Göttinger Mathematiker Hilbert Einstein des Plagiates. Der letztgenannte Vorwurf wird heute noch wissenschaftshistorisch kontrovers diskutiert. Bei diesen beiden Fällen betreffs Einstein will ich es mal bewenden lassen. Es gab allerdings noch einige "Zuarbeiter" von Einstein, die sich "nicht zitiert" fühlten.
Natürlich finde ich sowohl Einsteins als auch zu Guttenbergs Verhalten zutiefst verwerflich. Lustig ist nur, daß die Medien 2005 einen skurrilen Hype im Einstein-Jahr ausgerufen haben und einen lieben Einstein-Märchen-Onkel kreierten, wohingegen sie jetzt zu Guttenberg niedermachen. Vielleicht ist zu Guttenberg nur das Kind einer veröffentlichten Moral, die "Zitierschwächen" wie bei Einstein nonchalant übergeht. Weiter kann ich mir vorstellen, daß zu Guttenbergs Sache wieder wie bei Einstein nach dem Motto: Die Kleinen hängt man und die Grossen lässt man laufen ausgeht.
Auch bei der allgemeinen Relativititätsteorie bezichtigte der berühmte Göttinger Mathematiker Hilbert Einstein des Plagiates. Der letztgenannte Vorwurf wird heute noch wissenschaftshistorisch kontrovers diskutiert. Bei diesen beiden Fällen betreffs Einstein will ich es mal bewenden lassen. Es gab allerdings noch einige "Zuarbeiter" von Einstein, die sich "nicht zitiert" fühlten.
Natürlich finde ich sowohl Einsteins als auch zu Guttenbergs Verhalten zutiefst verwerflich. Lustig ist nur, daß die Medien 2005 einen skurrilen Hype im Einstein-Jahr ausgerufen haben und einen lieben Einstein-Märchen-Onkel kreierten, wohingegen sie jetzt zu Guttenberg niedermachen. Vielleicht ist zu Guttenberg nur das Kind einer veröffentlichten Moral, die "Zitierschwächen" wie bei Einstein nonchalant übergeht. Weiter kann ich mir vorstellen, daß zu Guttenbergs Sache wieder wie bei Einstein nach dem Motto: Die Kleinen hängt man und die Grossen lässt man laufen ausgeht.
Dienstag, 8. Februar 2011
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche war weg!
Schon sehr lange schaue ich bei der Ankunft in Berlin meist auf die Turmuhr der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz, um zu sehen, ob der Zug pünktlich ist. So auch letztes Wochenende. Und die Kirche war weg. Statt dessen war da wohl ein Appartement-Hochhaus, denn das dahinter stehende Europazentrum sieht anders aus. Aber zu schnell fur der Zug vorbei und zu tief saß der Schock, als daß ich da genau hinschauen konnte.
Auf dem Weg vom Hauptbahnhof nach Hause musste ich am Zoo umsteigen. Durch die schmutzigen Scheiben des Bahnhofes sah ich: die Kirche war weg, nur der moderne Vorbau stand noch. Zwar wusste ich, daß die Kirche zu wenig Geld für die Sanierung hatte, aber daß die gleich abreissen, hätte ich nicht gedacht. Die Bescherung musste ich mir ansehen.
Trotz Gepäck hastete ich zum Breitschied-Platz. Nach einem Viertel des Weges erkannte ich in der Dunkelheit, was los war: Klick! Die Kirche ist so eingerüstet, daß sie wie ein öder Zweckbau aussieht. Das ist wohl eine Maßnahme der Kirche, um für mehr Spenden zu werben *GG*.
Auf dem Weg vom Hauptbahnhof nach Hause musste ich am Zoo umsteigen. Durch die schmutzigen Scheiben des Bahnhofes sah ich: die Kirche war weg, nur der moderne Vorbau stand noch. Zwar wusste ich, daß die Kirche zu wenig Geld für die Sanierung hatte, aber daß die gleich abreissen, hätte ich nicht gedacht. Die Bescherung musste ich mir ansehen.
Trotz Gepäck hastete ich zum Breitschied-Platz. Nach einem Viertel des Weges erkannte ich in der Dunkelheit, was los war: Klick! Die Kirche ist so eingerüstet, daß sie wie ein öder Zweckbau aussieht. Das ist wohl eine Maßnahme der Kirche, um für mehr Spenden zu werben *GG*.
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