Montag, 21. Februar 2011

War Einstein für zu Guttenberg ein Vorbild?

Über zu Guttenbergs "Zitierschwäche" wird ja allenthalben berichtet. Eine solche "Zitierschwäche" ist aber auch bei Albert Einstein bekannt. So hat er Konzepte des Mathematikers Poincare zur lokalen Zeit und Synchronisation von Uhren in seiner speziellen Relativitätstheorie verwendet, ohne die in bekannten Journalen gedruckt vorliegenden Arbeiten zu zitieren. Das kam natürlich schnell heraus.

Auch bei der allgemeinen Relativititätsteorie bezichtigte der berühmte Göttinger Mathematiker Hilbert Einstein des Plagiates. Der letztgenannte Vorwurf wird heute noch wissenschaftshistorisch kontrovers diskutiert. Bei diesen beiden Fällen betreffs Einstein will ich es mal bewenden lassen. Es gab allerdings noch einige "Zuarbeiter" von Einstein, die sich "nicht zitiert" fühlten.

Natürlich finde ich sowohl Einsteins als auch zu Guttenbergs Verhalten zutiefst verwerflich. Lustig ist nur, daß die Medien 2005 einen skurrilen Hype im Einstein-Jahr ausgerufen haben und einen lieben Einstein-Märchen-Onkel kreierten, wohingegen sie jetzt zu Guttenberg niedermachen. Vielleicht ist zu Guttenberg nur das Kind einer veröffentlichten Moral, die "Zitierschwächen" wie bei Einstein nonchalant übergeht. Weiter kann ich mir vorstellen, daß zu Guttenbergs Sache wieder wie bei Einstein nach dem Motto: Die Kleinen hängt man und die Grossen lässt man laufen ausgeht.

Dienstag, 8. Februar 2011

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche war weg!

Schon sehr lange schaue ich bei der Ankunft in Berlin meist auf die Turmuhr der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz, um zu sehen, ob der Zug pünktlich ist. So auch letztes Wochenende. Und die Kirche war weg. Statt dessen war da wohl ein Appartement-Hochhaus, denn das dahinter stehende Europazentrum sieht anders aus. Aber zu schnell fur der Zug vorbei und zu tief saß der Schock, als daß ich da genau hinschauen konnte.

Auf dem Weg vom Hauptbahnhof nach Hause musste ich am Zoo umsteigen. Durch die schmutzigen Scheiben des Bahnhofes sah ich: die Kirche war weg, nur der moderne Vorbau stand noch. Zwar wusste ich, daß die Kirche zu wenig Geld für die Sanierung hatte, aber daß die gleich abreissen, hätte ich nicht gedacht. Die Bescherung musste ich mir ansehen.

Trotz Gepäck hastete ich zum Breitschied-Platz. Nach einem Viertel des Weges erkannte ich in der Dunkelheit, was los war: Klick! Die Kirche ist so eingerüstet, daß sie wie ein öder Zweckbau aussieht. Das ist wohl eine Maßnahme der Kirche, um für mehr Spenden zu werben *GG*.

Dienstag, 18. Januar 2011

Frischer Knoblauch

Seit einiger Zeit gibt es frischen Knoblauch zu kaufen und ich finde den ganz super. Das ist nicht so eine ewige Knibbelei, bis man den geschält hat, sondern die Zehen flutschen fast von selbst aus der Schale. Geschmacklich ist er wohl etwas schärfer als der Knoblauch mit getrockneter Schale. Da ich den Knoblauch eh immer kleinhacke und mit Salz und einer Gabel durchpüriere, um ihm die Schärfe zu nehmen, macht das aber nichts.

Ansonsten sitze ich mit bösem Grippeschädel krankgeschrieben zu Hause . Um etwas Vernünftiges zu machen ist mir viel zu blöd im Kopf. Nicht einmal zum Filmee gucken habe ich Lust. Letzte Nacht hatte ich echt fieses Fieber. Ins Bett gehe ich jetzt aber nicht, denn sonst kann ich nachts nicht schlafen und wachliegen mit Fieber find ich total ätzend.

Montag, 3. Januar 2011

Asyl für eine Hippie-Handy-Socke

Nun habe ich eine knall-gelbe Hippie-Handy-Socke, die mir die liebe Sewing-Sue überreicht hat. Das arme Ding hat auch Schlimmes durchgemacht. Da Handy-Socken nicht sprechen können, lag ein Schreiben bei, wo die Socke mir ihr Schicksal erzählt hat:

Schau mich nicht so an ...! Ja es gibt schönere Handysocken als mich - dafür bin ich natürlich und nicht maschinengestrickt! [...] Und schwarze Fusseln habe ich auch noch, weil ich neben schwarzer Wolle liegen musste. Die Wolle hat mich dauernd böse angeschaut, weil ich ein Hippie bin und kein Grufti, der so true ist, dass er nicht einmal zugibt einer zu sein. [...]Du siehst es und ich weiss es auch: Ich bin nicht perfekt, aber ich hoffe, Du bist nicht enttäuscht und magst mich trotzdem :-).

Ja ich mag die Handysocke :D. Bevor ich sie aber mein eigen nennen konnte, musste ich mich noch durch einen Wust von Behördenschreiben arbeiten. Die meinten doch glatt, daß ich als Mathematik-Sympathisant (Anm.: Für manche ist Mathematik wohl geistiger Terrorismus.) und somit Nerven-Strapateur, keine solche Handysocke haben dürfte. Aber zwei Schreiben weiter hat man sie mir doch zugebilligt. Dann musste ich mich noch durch einen Berg köstlicher Sewing-Sue-Riesen-Chocolate-Chips-Kekse essen



bis auf dem Grunde der Keksdose die Hippie-Handysocke war.

Vielen, herzlichen Dank an Sewing-Sue für dieses lustige Geschenk.

P.S.: Ich vergaß es zu erwähnen: Die Handy-Socke hat praktische Features wie eine Innentasche für Memory- und Surfstick.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Jahresrückblick

Geklaut bei No2moro

2010 zum ersten Mal getan?
Über mehrere Monate Mathe-Nachhilfe durch das Internet gegeben.
Ein IT-Fachkonzept geschrieben.


2010 leider gar nicht getan?
Viel zu viel ...


2010 Wort des Jahres?
Computer-Algebra


2010 Getränk des Jahres?
Darjeeling-Tee


2010 Essen des Jahres?
Salat in allen Variationen


2010 Song des Jahres?
Dy Minne von Ougenweide


2010 CD des Jahres?
Ougenweide - Herzsprung


2010 Buch des Jahres?
Geddes, Czapor, Labahn: Algorithms for Computer Algebra


2010 Serie des Jahres?
Keine: Fernsehen ist böse!


2010 Kosmetik des Jahres?
Wie jedes Jahr: Nivea aus der blauen Dose :D


2010 Accessoire des Jahres?
Öhmm ... mein Rucksack? Nee, meine Wintermütze, weil es jetzt so oft kalt ist.


2010 Vorhaben des Jahres?
Computer-Algebra-Programm fertig bekommen (nicht geschafft)


2010 Erkenntnis des Jahres?
Computer-Algebra ist schwerer als ich zuerst dachte ... Mann-O-Mann


2010 Beste Idee? 2010 Dümmste Idee?
Je nach dem, obs fertig wird: mein Computer-Algebra-Programm


2010 war mit einem Wort?
sehr schön :-)

Dienstag, 21. Dezember 2010

Die Bahn fährt!

Das war in meiner Kindheit ein Werbespot. Da sah man wie ein Zug durch den Schnee prescht und die Leute im Zug es warm haben, während sonst der Verkehr steht und die Leute frieren.

Aber nun stehe ich gerade eine halbe Stunde vor Wolfsburg, weil bei 10 cm hoch Schnee, ein bischen davon in die Weiche gekommen ist. Woanders preschen die Züge, wie das Video zeigt, wohl noch durch den Schnee.



Dafür hab ich aber im Gegensatz zu früher Internet im Zug :-).

Sonntag, 19. Dezember 2010

Irrlichter

Nach den zwei tollen Ougenweide-Konzerten dieses jahr bin jetzt voll auf dem Akustik-Mittelalter-Folk-Trip angekommen. Da wären die Irrlichter, die auf dem Minnesängerwettbewerb diese Jahr den ersten Preis von Ougenweide überreicht bekamen.



Und hier noch der wirklich preiswürdige Beitrag der Irrlichter auf dem Wettbewerb, eine wunderschöne Interpretation des alten Ougenweide-Hits: "Wan sie dahs":